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Dornbracht Update Architektur 2011 Making-Of

9. Mai 2011

Auszug
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MAKING-OF – HINTER DEN KULISSEN BEI REGISSEUR DANIEL ASKILL
Sanftes Anklingen von rhythmischen Klängen, ungewohnte Tonfolgen und ein schneller werdender Beat, der sich zum Geräusch prasselnder Wassertropfen steigert und danach wie ein unsichtbarer Sprühnebel ausklingt. Dazu die zeitlupenartige Bewegung menschlicher Körper, inszeniert in einer grenzenlosen Zauberwelt, in sich verharrend inmitten des sich verändernden Wasserflusses. Allein das pure Zuschauen erzeugt einen wohligen Schauer auf der Haut.

Hinter den Kulissen von Transforming Water und Ambiance Tuning Technique.
Die transformierende Kraft von Wasser darzustellen, sie in der ihr eigenen Ästhetik präzise einzufangen und in ihrer reinsten und ursprünglichsten Form darzustellen, ist keine leichte Aufgabenstellung. „Echtzeit oder Fiktion?“ – das darf sich der Betrachter der Filme Transforming Water und Ambiance Tuning Technique zu Recht fragen. Die Art, wie der australische Künstler und Filmemacher Daniel Askill das Konzept des Kölner Kreativdirektors Mike Meiré interpretiert, bringt die gewohnten Sichtweisen ordentlich durcheinander. Denn wie können zutiefst sinnliche, intime Erfahrungen, die bei jedem Individuum andere Empfindungen auslösen, visuell dargestellt werden? Eine durchdachte Wortwahl und die Assoziationen dazu sind sicherlich hilfreich: „Balancing“ – das wohlige An- und Abschwellen von Wasserstrahlen, wie ein sanftes Streicheln auf der Haut. „Energizing“ – Energie aufladen, Kraft tanken in Form einer Stimulation durch den steten Wechsel von wohlig warmem Regen und kalten Übergüssen. Oder die Choreographie „De-Stressing“, bei der sinnbildlich ein Reset-Schalter umgelegt und so das mentale Loslassen eingeleitet wird. Doch für die Übersetzung dieses emotionalen Erlebnisses mit seinen vielfältigen Assoziationen bedarf es anderer Hilfsmittel: 80 Hochgeschwindigkeitskameras, die um ein großes Wasserbecken angeordnet einen 360°-Blick auf Mensch und Wasser ergeben, fangen in einem aufwendigen Aufbau die Szenerie ein. In der für Askill typischen Handschrift einer mystischen Bildsprache, die in Super-Slow-Motion und mit visuellen Effekten aus Wasser, Bewegung und Licht eine komplett andere, ursprüngliche Form der Interaktion zwischen Wasser und Mensch hervorbringt.

Wie schon bei seinem preisgekrönten Kurzfilm „We have decided not to die“ bedient sich Daniel Askill des filmischen Triptychons: dreier transzendentaler Reisen, die die menschlichen Dimensionen Körper, Geist und Seele verkörpern. Dazu die passende musikalische Untermalung durch den minimalistischen Klang tibetanischer Singing Bowls und ansteigende Percussion Sounds, die sich der Bewegung wie ein Pulsschlag anpassen. Ein zutiefst sinnlich erlebbares meditatives Element, dessen Zentrum die statischen, überblendeten Bilder der Akteure bilden. Beruhigung, die Balance wiederfinden – eine neue Ebene der Ritualarchitektur.

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Daniel Askill, geboren 1977 in Sydney, arbeitet international als Regisseur für Werbefilme, Kurzfilme und Musikvideos. u. a. der preisgekrönte Kurzfilm „We have decided not to die”

REALISATION Filme TRANSFORMING WATER und AMBIANCE TUNING TECHNIQUE
Konzept und Design: Meiré und Meiré
Regisseur: Daniel Askill
Musik: Michael Askill
Produktion: Collider/The Brainstormclub

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